Studienplan Bachelor (ab WS 2008)

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georgfw
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Studienplan: BA Geschichte Dipl. Rev. 2 (ab WS 2012)
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Studienplan Bachelor (ab WS 2008)

Beitrag von georgfw » So 20.Mär 2011, 23:52

Dieser Text soll Interessenten und den Studierenden des Bachelorstudiums Geschichte an der Universität eine kleine Hilfe und Wegweiser sein. Bisher hat eine Erklärung zum Studienplan aus dem Jahr 2008 gefehlt – ich habe versucht hier die wichtigsten Fakten zusammen zu fassen.
Für allgemeine Fragen schaut euch bitte auch die folgenden, trotz ihres Alters sehr guten FAQ an: viewtopic.php?f=31&t=4419





Die Homepage des Instituts für Geschichte bietet mit dem Active Curriculum sehr detaillierte und (eigentlich) übersichtliche Informationen zum Ablauf des Studiums. Leider ist dieses einigen Studierenden nicht bekannt – deshalb vorab einige wichtige Links.


Studienplan (2008): http://www.univie.ac.at/mtbl02/2007_200 ... 08_321.pdf

Der genaue Aufbau des Studiums
: http://www.pri.univie.ac.at/activecc/ge ... ~32~Aufbau

Beschreibung des Bachelors Geschichte und der zu absolvierenden Module: http://www.pri.univie.ac.at/activecc/ge ... ~32~Module

Übersichtstabelle der zu absolvierenden Module: http://www.pri.univie.ac.at/activecc/ge ... chelor.pdf

Abhängigkeiten im Studium: http://www.pri.univie.ac.at/activecc/ge ... ngigkeiten

„Idealer“ Studienverlauf: http://www.pri.univie.ac.at/activecc/ge ... ienverlauf




Studienbeginn:


Das Studium beginnt mit einer Studieneingangsphase, welche im Normalfall in 2 Semester absolviert werden sollte.

Bereits innerhalb dieser STEP gibt es Abhängigkeiten: das Modul Quellen und Methoden 1 kann erst nach positiver Absolvierung der Lehrveranstaltung „Einführung das Studium der Geschichte“ belegt werden. Im Studentenalltag bedeutet dies, falls die Note noch nicht rechtzeitig vor dem 2. Semester eingetragen wurde, kann man sich nicht dafür anmelden. Falls ihr in dieser Situation sein solltet, nicht verzagen – die meisten Probleme lassen sich mit Hilfe der Professoren und Sekretärinnen lösen.

Neben der Einführung, QuM1 müsst ihr in der STEP auch noch zwei Aspekte/Epochen/Räume (kurz A/E/R) Module absolvieren. Welche ihr belegt ist eure Entscheidung, ebenso wie die genaue Abfolge der Lehrveranstaltungen. Wichtig ist, dass ihr am Ende der STEP ein Modul in der Form VO+VO und eines als VU+VO absolviert habt (Ausnahme österreichische Geschichte – dieses Modul besteht aus drei Lehrveranstaltungen).

KURSE IN DEN A/E/R-MODULEN KÖNNEN ERST NACH ABSOLVIERUNG DER STEP BESUCHT WERDEN!




Nach der Studieneingangsphase:


Nun „teilt“ sich euer Studium in zwei Stränge. Einerseits den relativ strikten und von Abhängigkeiten geprägten Weg der einzelnen geschichtswissenschaftlichen „Praxismodule“, andererseits den relativ frei absolvierbaren Teil der weiteren A/E/R-Module.


A/E/R-Module:

Nach der STEP könnt ihr auch KUs belegen. Wieder ist der genaue Ablauf (relativ) frei. Am Ende eures Studiums müssen alle Pflichtmodule (Antike, Mittelalter, Neuzeit, Zeitgeschichte, Österreichische Geschichte, Wirtschafts- und Sozialgeschichte), sowie drei der Wahlmodule (Frauen- und Geschlechtergeschichte, Kulturgeschichte, Politikgeschichte, Wissenschaftsgeschichte, Osteuropa) geschafft sein. Die Regel ist dabei die Absolvierung in der Form VO+VO. Zwei Module müssen dabei jedoch als KU+VO gemacht werden. Hier ist wiederum besonders trickreich, dass jeweils ein Modul der Epochen (Pflichtmodule außer ÖG und WSG) und eines der A/R-Module (Wahlmodule + ÖG und WSG) als KU+VO absolviert werden muss.

VIER EPOCHENMODULE MÜSSEN VOR DEM BACHELOR-MODUL 1 ABSOLVIERT SEIN!


Quellen und Methoden 2 und Wissenschaftliches Denken und Arbeiten:


Diese können (und sollten) gleich nach der STEP begonnen werden. Laut Ideal-Studienplan habt ihr zwei Semester Zeit diese zu absolvieren. Deshalb solltet ihr, falls möglich, schon im dritten Semester möglichst viel davon belegen um durch eventuelle Verzögerungen / Probleme keine Semester zu verlieren.


Bachelor-Modul 1 + 2:

Diese beiden Module bestehen je aus einer LVA, wobei bei beiden eine wissenschaftliche Arbeit am Ende steht. Für das BM1 müsst ihr QM2, WDA sowie die vier Epochenmodule absolviert haben. Für das BM2 das BM1, 2 Pflicht A/R-Module und 3 Wahl A/R-Module – also quasi alles außer den Erweiterungscurricula.




Erweiterungscurricula:


Wir Bachelor-Studenten träumen manchmal von den goldenen Zeiten, als im Diplomstudium 48 Semesterstunden freie Wahlfächer Pflicht waren. Die Realität hat Geschichte eingeholt. Nun darf muss man ECs im Ausmaß von 60 ECTS Punkten absolvieren.

Zur Übersicht über die ECs, sowie genaue Beschreibungen siehe: http://studieren.univie.ac.at/index.php?id=7058

BEGINNT MÖGLICHST FRÜH MIT DEN ERWEITERUNGSCURRICULA!

Ehe man sich versieht hat man alle LVAs aus dem Geschichte-Bereich fertig und hat die ECs noch nicht fertig – dies kann ziemlich frustrierend sein, da man nun am Weiterstudieren in „seinem“ Fach gehindert wird. Darum mein Tipp, ECs möglichst schnell und früh absolvieren.

Das Bachelor-Studium Geschichte bietet hier jedoch einige Alternativen zu den ECs.

- Alternative Erweiterungen: 15-ECTS können als „freie Wahlfächer“ absolviert werden. Hierzu folgende Verordnung: http://www.univie.ac.at/mtbl02/2009_201 ... 10_173.pdf

- Wahlmodule statt eines 15-ECTS-Punkte-ECs: absolviert ihr alle 5 Wahlmodule können die zwei zusätzlichen Module (in Summe 16-ECTS) einem kleinen EC gegengerechnet werden.

- Globalgeschichte: ersetzt ein großes EC. Hier gibt es drei Pflicht-LVAs und ein weiteres Angebot an VOs aus denen man wählen kann.

- Geschichtsforschung: ersetzt ein großes EC – hierbei ist zu beachten, dass die meisten LVA nur jeweils im Sommersemester angeboten werden.

- Geschichte international 1+2: jeweils 15-ECTS Punkte, betrifft Studierende, welche im Bachelorstudium Geschichte auf Erasmus gehen. Hier ist die Anrechnung relativ kulant, es müssen lediglich LVAs mit Geschichte-Bezug sein und ein Teil prüfungsimmanent.




UNIVIS-Anmeldung:


Die Anmeldung zu Lehrveranstaltungen erfolgt über das UNIVIS-System in einer vorher festgelegten Anmeldephase. In Geschichte setzt man keine Punkte, sondern Präferenzen. Im Prinzip wird man in seinen höher gereihten LVAs eher aufgenommen – in der Praxis entscheidet immer noch das Los.

SEID IHR AUF DER WARTELISTE GELANDET, TROTZDEM IMMER IN DIE ERSTE EINHEIT KOMMEN!

Es gibt fast immer einen beträchtlichen Teil der fix Angemeldeten der nicht auftaucht, womit einige Plätze frei werden. Außerdem sind auch viele Leiter so kulant, einige Personen von der Warteliste zusätzlich aufzunehmen. Und zur Not kann der Leiter nicht Angemeldete zusätzlich aufnehmen.

Immer wieder werdet ihr bei dem Versuch euch anzumelden auf Fehlermeldungen im UNIVIS stoßen. Dies kann geschehen, weil ihr die Voraussetzungen noch nicht erfüllt habt oder weil vielleicht eine Note falsch eingetragen ist. Falls ihr die Voraussetzungen erfüllt, kontrolliert direkt im Univis im Prüfungspass, ob eure Prüfungsleistungen den richtigen Punkten zugeordnet sind. Einige kann man selbst richtig zuordnen, bei anderen reicht eine (freundliche!)Email an die Sekretärinnen des Instituts für Geschichte.

Sollte die Anmeldung trotzdem nicht klappen, bleibt immer noch der universale Studienplanpunkt Interessensmodul. Dieser bietet fast immer eine funktionierende Notlösung, da man als angemeldet aufscheint. Wenn auch dies nicht funktioniert, legt die LVAs zumindest an. Ist die Anmeldung einmal angelegt, scheint ihr auf dem Anwesenheitszettel des LVA-Leiters auf – dies öffnet euch oft die entscheidende Tür zur Teilnahme.




Allgemeine Tipps:


Macht euch kaum Sorgen falls der Studienplanpunkt falsch ist, oder sonst in der Anmeldung ganz richtig abgelaufen ist. Die letzte, alles Entscheidende Instanz ist die Studienprogrammleitung – das heißt das Sekretariat des Instituts für Geschichte. Hier könnt ihr über den Leiter noch zusätzlich angemeldet werden, hier werden eure Noten eingetragen. Die Sekretärinnen sind im Geschichte-Studium der Nabel der bürokratischen Welt. Dementsprechend ist Freundlichkeit und Geduld ihnen gegenüber der Schlüssel zur Lösung der meisten Probleme.

Bei Vorlesungen ist die Teilnehmerzahl nicht limitiert. Schiebt daher Anmeldungen zu Vorlesungen bei euren Präferenzen immer ganz nach unten – ihr seid immer fix dabei.

Oft gibt es Unklarheiten, ob eine LVA für ein gewisses Modul anrechenbar ist oder nicht (vor allem bei Globalgeschichte). Es gibt nur eine Möglichkeit das zu klären: eine schriftliche Antwort von der Studienprogrammleitung. Fragt an, wartet auf eine Antwort und druckt euch diese aus. Bei eventuellen Problemen nach Absolvierung kann dieses Schreiben Goldes wert sein.




Erweiterungen / Kritik / Änderungen:


Dieser Text ist ein freies Konstrukt eines Bachelor-Studenten im 6. Semester. Es wird weiterhin Unklarheiten geben, mancher wird anderes im bisherigen Studienalltag erlebt haben. Falls ihr irgendwelche Vorschläge zur Erweiterung dieses Textes habt, schreibt mir bitte einfach eine PN. Ich werde dann versuchen den Text dementsprechend zu ändern. Ebenso bitte ich euch mir zu schreiben, falls ich irgendeinen Punkt vergessen habe oder sich Fehler eingeschlichen haben.

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