Unbezahltes Praktikum MAK für 3 Monate

Interessante Angebote für Geschichte-Studierende sowie Absolventinnen und Absolventen.
Verena
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Unbezahltes Praktikum MAK für 3 Monate

Beitrag von Verena » So 12.Mär 2006, 20:21

10. 3. 2006

Das MAK - Österreichisches Museum für angewandte Kunst / Gegenwartskunst hat sich mit seiner einzigartigen Sammlung und seiner grundlegenden Auseinandersetzung mit angewandter und zeitgenössischer Kunst als national und international anerkannte Kulturinstitution etabliert und sucht für den Zeitraum von 3 Monaten eine/n Praktikanten/in (unbezahlt) für folgende Position:

Praktikum Ausstellungsabteilung

Ihr Profil:
Interesse an zeitgenössischer Kunst und Architektur
Kommunikatives Auftreten, Teamfähigkeit
Sehr gute Englischkenntnisse in Wort und Schrift
Hohe Einsatzbereitschaft

Aufgabenbereich:
Unterstützung bei der organisatorischen und administrativen Vorbereitung diverser Ausstellung
Unterstützung bei der Koordination des MAK-Schindler Stipendiatenprogramm

Ihre aussagekräftige Bewerbung richten Sie bitte per E-Mail an folgende Adresse: schoeck@mak.at

MAK
Mag. Sabine Schöck
Ausstellungsorganisation
Stubenring 5
1010 Wien

massinissa
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Beitrag von massinissa » Mi 09.Aug 2006, 16:51

Ein derartiges Praktikum müsste bezahlt werden und zwar gut. Die Arbeitgeber verlangen alle weiß Gott was, aber Bezahlung nix oder eine Frechheit. FINGER WEG!!!!

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Beitrag von Birgit » Mi 09.Aug 2006, 18:51

praktikas müssen NIE bezahlt werden, wenn man doch was bekommt, ist das ein entgegenkommen des arbeitgebers.
sie dienen gesetzlich rein dem erfahrungsammeln.

und erfahrungen sind immer unbezahlbar
Ta Liubit Tu

Früher kochten Töchter, wie sie es von den Müttern lernten. Heute saufen wie ihre Väter. Hoch lebe unsere Generation

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Beitrag von Starbuck » Mi 09.Aug 2006, 19:48

massinissa hat geschrieben:Ein derartiges Praktikum müsste bezahlt werden und zwar gut. Die Arbeitgeber verlangen alle weiß Gott was, aber Bezahlung nix oder eine Frechheit. FINGER WEG!!!!
die definition eines praktikums beinhaltet nicht, dass man dafür bezahlt wird. manchmal bekommt man einen entschädigungsaufwand od. eventuell essen/öffi-ticket bezahlt
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Beitrag von Taschmahal » Mi 27.Sep 2006, 21:33

ich glaub sie meint, dass der arbeitsaufwand dem eines normalen angestellten entspricht vl auch die veranwortung

aber ehrlich gesagt praktika sind heutzutage nur eine billige alternative, weil sich oft sehr gut qualifizierte personen für einen unbezahlten job melden, denn was anderes ist es nicht, es wird meistens voll gearbeitet...

ich hab zwar vl von der arbeitswelt weniger ahnung als ihr, aber mit der hak-ausbildung gewinnt man da einen ordentlich einblick wie die unternehmen arbeiten.


EDIT:

mit ihr, waren einfach alle gemeint, die bisher länger als einen Monat gearbeitet haben
Zuletzt geändert von Taschmahal am Do 28.Sep 2006, 12:33, insgesamt 1-mal geändert.

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Beitrag von Hannibal » Do 28.Sep 2006, 7:36

Praktika mögen unbezahlt sein und Erfahrungen sind sicher unbezahlbar. Was ich aber schäbig finde ist, wenn Unternehmen einen Job als Praktikum ausweisen, nur damit sie nichts dafür zahlen müssen. Man müsste sich dieses Praktikum natürlich genau anschauen, um darüber urteilen zu können. Aber vorstellbar wäre es, dass die "Unterstützung bei der organisatorischen und administrativen Vorbereitung" ein anderer Name für Möbel schleppen, vorgefertigte Briefköpfe ausfüllen und Hilfsdienste verrichten ist. Und das ist etwas, was man nicht nur am MAK machen kann.

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Beitrag von schnucki » Sa 30.Sep 2006, 9:33

die unbezahlten "praktika" sind im kunstbereich sehr häufig, und trotzdem melden sich armeen von studierenden und auch absolventen auf diese inserate. eine möglichkeit wäre, sich die sache als akademikertraining anrechnen zu lassen, dann bekommt man vom staat eine kleine unterstützung.

ich finde eigentlich die auswüchse der praktika ziemlich schlimm - hab neben dem studium auch immer gearbeitet und hätte ein paar unbezahlte praktika (bei verlagen) bekommen, aber ich konnte mir das einfach nicht leisten! deshalb find ich's persönlich etwas unfair, denn im kunstbereich kann man sonst nicht fuß fassen!

so, jetzt hab ich ein bisschen gesudert, aber ich bin ehrlich gesagt ganz froh, dass ich lehramt gemacht hab und jetzt unterrichtspraktikum machen kann, denn vielen meiner diplom-kollegInnen geht's ziemlich mies bei der jobsuche - und genau mit solchen praktika werden die leute ausgenutzt - denn die nehmen einen praktikanten nach dem anderen für hilfsjobs und auch qualifizierte stellen auf und erklären allen, dass es ja vor sieben jahren einmal einen gegeben hat, der dann genommen wurde.

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Beitrag von wassertemperatur » Sa 30.Sep 2006, 17:31

nichts zu bezahlen ist unprofessionell.

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Beitrag von fred » Sa 30.Sep 2006, 23:22

ich find auch. außerdem ist ein praktikum auch hauptsächlich dazu da sich den lebenslauf "fett aufzusalzen" - blöd ist halt nur, dass sich das echt die wenigsten leisten können. soziale ungerechtigkeit also. geld regiert die welt und offenbar auch die jobs in der kunstszene...

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Beitrag von Niketas » So 01.Okt 2006, 12:09

In der Kunstszene (und jetzt nicht nur bei solchen Praktika, sondern wenn man auch Ambitionen hat selbst als Künstler einzusteigen) regiert nicht nur Geld, sondern auch Politik. Eine wunderbare Kombination, sie stellt sicher, dass immer nur ein paar alles kriegen und viele, viele begabte und motivierte Leute höchstens von ein paar Freunden ein "Das machst du aber schön!" ernten.. Pfui und so..

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Beitrag von Taschmahal » So 01.Okt 2006, 12:10

freunderlwirtschaft?

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Beitrag von Hannibal » So 01.Okt 2006, 18:19

Na klar:
Wie heiszt du? Ah, dann bist du vielleicht der Sohn vom XY...

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Beitrag von Niketas » So 01.Okt 2006, 18:43

Richtig.. so ist es zwar in der Wirtschaft auch, aber da kann man sich auch hocharbeiten ohne enorm viele Connections zu haben. In der Kunstszene ist das fast unmöglich. Deswegen wird das MAK sicher auch einen armen Praktikanten finden, der nichts bekommt, aber sich das einfach antut, damit er "networking" betreiben kann und in der Kunstszene Fuß fasst.

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Beitrag von sue » Mi 29.Nov 2006, 15:41

ich finde das einfach eine frechheit und werde unter garantie nie ein unbezahltes praktikum machen. schlecht bezahlt - ok, aber gratis arbeite ich nicht.
da hab ich mehr davon, wenn ich mir 700euro arbeitslosengeld auszahlen lasse :roll:

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Beitrag von schnucki » Mi 29.Nov 2006, 17:21

ich weiß nicht, ob du auf lange sicht wirklich mehr davon hast, arbeitslos zu sein... aber ich konnte mir solche praktika auch nie leisten. ist schon irgendwie eine blöde sache, weil unbezahlte praktika schonmal automatisch eine soziale selektion sind.

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