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nach langen Jahren des Betriebs folgt nun auch das Geschichteforum dem Germanistikforum (https://forum.narrenschiff.org) in den Ruhestand.
Allerdings lassen wir das Forum noch aktiv (also eher ein Vor-Ruhestand), nur die Neu-Registrierung ist ab sofort nicht mehr möglich. Leider ist das Administrationsteam auf eine Person geschrumpft und mir alleine ist es - auch zeitlich - nicht mehr möglich, das Forum den aktuellen Studienplänen angemessen anzupassen und das Forum zu moderieren.
Falls es Interessierte an einem Fortbetrieb gibt (eventuell in Kooperation mit der FB-Gruppe), können sich diese gerne an mich wenden.
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Abschaffung (Änderung?) Studienbeitrag (Studiengebühren)
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- Centurio
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Abschaffung (Änderung?) Studienbeitrag (Studiengebühren)
Ich hab von einem Freund erfahren, dass wenn man (ab SS '09) ein (oder aber auch ein Zweit-, Dritt-,...) Studium betreibt und eine bestimmte Frist, in irgendeinem dieser Studien, nicht einhält (beim Dipl. Studium z.B. länger braucht als 4 Sem. + 2 Toleranzsem.), man wieder "Studiengebühren" bezahlen muss!
Ich hab ihm zuerst nicht geglaubt, dass das auch für weiter Studienfächer neben dem Hauptfach gilt.
Deswegen hab ich ein bisschen nachgelesen (und nicht viel gefunden): auf der ÖH-HP steht folgendes: "Wenn von Studierenden mehr als ein Studium betrieben wird, so dürfen diese in allen von ihnen betriebenen Studien die Regelstudiendauer pro Studienabschnitt um nicht mehr als zwei Semester überschritten haben, um vom Studienbeitrag befreit zu sein."
Das scheint mir ziemlich eindeutig!
Die Frage ist halt noch, ab wann die die Semester zu zählen beginnen. Zu dem Zeitpunkt an dem man sich für das Studium inskribiert hat (das würde nächstes Semester denke ich einige Studenten betreffen, die schon länger und mehrere Fächer studieren) oder aber erst 2009? Weiß da wer von euch mehr? Es wird ja doch einige unter auch geben, die das betrifft?
Ich hab ihm zuerst nicht geglaubt, dass das auch für weiter Studienfächer neben dem Hauptfach gilt.
Deswegen hab ich ein bisschen nachgelesen (und nicht viel gefunden): auf der ÖH-HP steht folgendes: "Wenn von Studierenden mehr als ein Studium betrieben wird, so dürfen diese in allen von ihnen betriebenen Studien die Regelstudiendauer pro Studienabschnitt um nicht mehr als zwei Semester überschritten haben, um vom Studienbeitrag befreit zu sein."
Das scheint mir ziemlich eindeutig!
Die Frage ist halt noch, ab wann die die Semester zu zählen beginnen. Zu dem Zeitpunkt an dem man sich für das Studium inskribiert hat (das würde nächstes Semester denke ich einige Studenten betreffen, die schon länger und mehrere Fächer studieren) oder aber erst 2009? Weiß da wer von euch mehr? Es wird ja doch einige unter auch geben, die das betrifft?
- Patricija
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Re: Abschaffung (Änderung?) Studienbeitrag (Studiengebühren)
die frist beginnt mit dem inskribieren. die leute, die länger studieren, also schon gezahlt haben und die gebühren nicht rückerstattet bekommen, sind da ein bisschen im nachteil. gut,aber die frist ab 2009 für ALLE zu bemessen, ist ja unsinnig und hätt nicht mit der mindestdauer der jeweiligen studien mehr zu tun.

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Re: Abschaffung (Änderung?) Studienbeitrag (Studiengebühren)
Hab das auch schon gehört bzw. gelesen (im Thewi-Forum) und find's ehrlich gesagt eine Frechheit! Mit dem bisherigen System habe ich den Studienbeitrag von der Studienbeihilfenstelle refundiert bekommen, weil ich in Geschichte (mein "Hauptstudium" bei den Beihilfenstellen) "in der Zeit" liege. Wenn die Regelung so wie von lebindre beschrieben zur Anwendung kommt, werde ich irgendwann den Studienbeitrag zahlen müssen (und wahrscheinlich nicht refundiert bekommen, weil das ja dann nicht mehr "normal" ist, Studienbeitrag zu zahlen), obwohl ich in meinem "Hauptstudium" "schnell genug" bin bzw. dann dieses ev. sogar schon abgeschlossen habe, einfach, weil ich meine beiden weiteren Studienrichtungen natürlich nicht so schnell durchziehen konnte, wie wenn ich nur ein Studium inskribiert gehabt hätte. Ich bin echt begeistert. 

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Re: Abschaffung (Änderung?) Studienbeitrag (Studiengebühren)
also ich bin in insgesamt vier studienrichtungen inskribiert und werde garantiert nur eine davon (geschichte) abschließen. grund: ich möchte mich schlicht breiter bilden, auch über die freien wahlfächer des hauptstudiums hinaus. ich hab auch einige lehrveranstaltungen in diesen richtungen gemacht, die ich mir nie für irgendwas werde anrechnen lassen, einfach aus interesse.
wenn diese regelung eintritt, wird genau das unmöglich werden. typisch: von breiter allgemeinbildung und (auch geistiger) mobilität reden, aber in der harten realpolitik genau das unterbinden. bravo övp!
wenn diese regelung eintritt, wird genau das unmöglich werden. typisch: von breiter allgemeinbildung und (auch geistiger) mobilität reden, aber in der harten realpolitik genau das unterbinden. bravo övp!
- Patricija
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Re: Abschaffung (Änderung?) Studienbeitrag (Studiengebühren)
äh aber irgendwelche regelungen muss es geben-sonst würde ich wohl auch zig studien absolvieren-nur zum spaß und anderen leuten den platz wegnehmen, die mit ihrem studium wirklich ihre zukunft und existenz gestalten wollen.

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Re: Abschaffung (Änderung?) Studienbeitrag (Studiengebühren)
In dem Fall dürfte es sich um eine dieser gloriosen Regelungen handeln, mit der sich die FPÖ die Zustimmun zur Abschaffung hat abkaufen lassen. Ein "Bravo HC" wäre eher angebracht...VS hat geschrieben:bravo övp!

- scalogna
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Re: Abschaffung (Änderung?) Studienbeitrag (Studiengebühren)
Ja, aber diese könnten auch so aufgezogen sein wie die jetzigen Regelungen für z.B. die Studienbeihilfe: Man nennt ein "Hauptstudium", das man zweimal nach jeweils maximal zwei Semestern wechseln darf, und wenn man dieses abgeschlossen hat, kann man die Beihilfe für ein weiteres Studium beantragen. Was man aber neben dem jeweiligen Hauptstudium aus Interesse noch alles inskribiert hat, ist dabei egal.Patricija hat geschrieben:äh aber irgendwelche regelungen muss es geben-sonst würde ich wohl auch zig studien absolvieren-nur zum spaß und anderen leuten den platz wegnehmen, die mit ihrem studium wirklich ihre zukunft und existenz gestalten wollen.
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Re: Abschaffung (Änderung?) Studienbeitrag (Studiengebühren)
Sehe das hier ähnlich.
Klar ist es schön und unterstützenswert, wenn man sich auch in anderer Hinsicht akademisch weiterbilden möchte. Dennoch kein Grund, "echten" Studenten den Platz weg zu nehmen. Also: Zahlen!
Vorlesungen und ähnliches kann man ja dennoch ohne weiteres mitbelegen.
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Re: Abschaffung (Änderung?) Studienbeitrag (Studiengebühren)
Richtig! Man sieht wieder: Es nützen viele Studien nichts, wenn man keine Ahnung davon hat, in welcher Form Politik einen außerhalb der Universität betrifft.Ein "Bravo HC" wäre eher angebracht...
verstehe dich schon, aber dann braucht es zumindest zeitliche regelungen, sonst inskribiere ich auch für zig studien und kassiere ab. da man aber in einem vorgeschriebenen zeitraum sowieso nur eine begrenzte anzahl von studien real schaffen kann und falls man länger braucht, sowieso zahlen muss, ist es auch schon wieder egal. habe obigen eintrag nur so verstanden, dass jemand sein ganzes leben lang möglichst viele studien machen will, um sich zu bilden und nur ein "ernsthaftes" studium betreibt und sich auch noch über finanzielles beschwert und, wie schon erwähnt, anderen einen platz wegnimmt.Was man aber neben dem jeweiligen Hauptstudium aus Interesse noch alles inskribiert hat, ist dabei egal

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Re: Abschaffung (Änderung?) Studienbeitrag (Studiengebühren)
Ich bin bei meinem vorigen Posting davon ausgegangen, dass die Info aus den gerade laufenden bzw. abgeschlossenen Regierungsverhandlungen durchgesickert ist, ergo ziemlich sicher Johannes Hahn zuzuschreiben wäre. Wenn diese Regelung tatsächlich schon aus dem SPÖ+FPÖ+Grüne-Antrag stammt, tut's mir leid und ich neige mein aschebestreutes Haupt vor dem guten Gio (dem ja in Wirklichkeit selbst das zu weit geht).emanreztuneB hat geschrieben:In dem Fall dürfte es sich um eine dieser gloriosen Regelungen handeln, mit der sich die FPÖ die Zustimmun zur Abschaffung hat abkaufen lassen. Ein "Bravo HC" wäre eher angebracht...VS hat geschrieben:bravo övp!
Dann hast du mich leider zumindest teilweise falsch verstanden. Ich will nicht mein ganzes Leben lang irgendwas studieren, ich will schlicht während meines Hauptstudiums (Geschichte) andere Fächer (Politikwissenschaft, VWL, Germanistik, Romanistik) inskribieren und dort ebenfalls Lehrveranstaltungen besuchen. Richtig, realistischerweise kann und werde ich diese Studien nie abschließen. Ich finde dein Argument - ich nehme möglicherweise "Hauptstudenten" dieser Fächer Plätze weg - auch ziemlich treffend. So hab ich's noch nicht durchdacht bzw. das war bei mir bisher noch nie der Fall (war nie in Lehrveranstaltungen, wo nicht alle reingekommen wären).Patricija hat geschrieben:verstehe dich schon, aber dann braucht es zumindest zeitliche regelungen, sonst inskribiere ich auch für zig studien und kassiere ab. da man aber in einem vorgeschriebenen zeitraum sowieso nur eine begrenzte anzahl von studien real schaffen kann und falls man länger braucht, sowieso zahlen muss, ist es auch schon wieder egal. habe obigen eintrag nur so verstanden, dass jemand sein ganzes leben lang möglichst viele studien machen will, um sich zu bilden und nur ein "ernsthaftes" studium betreibt und sich auch noch über finanzielles beschwert und, wie schon erwähnt, anderen einen platz wegnimmt.
Trotzdem straft eine solche Regelung das Gerede von breiter Bildung und das Auftreten gegen Fachidiotie Lügen. Wozu gibt's jetzt überhaupt noch ein "Hauptstudium"? Bei Studien- und Familienbeihilfe spielt schließlich auch nur dieses eine Rolle.
Meiner Meinung nach führen solche Schikanen dazu, dass es immer mehr "Minimum-Studenten" der Art gibt, wie Konrad-Paul Liessmann sie hier beschrieben hat: http://derstandard.at/?id=1224256228047 Abgesehen davon, dass damals ganz andere Studiengebühren-Modelle in Diskussion waren, zeigt er auf, in welche Richtung solche Maßnahmen gehen:
Liessmann hat geschrieben:Man erzieht Studierende dann dazu, wirklich nur das Allernotwendigste zu machen. Ich denke, dass gerade Studienrichtungen, wo noch eine gewisse Freizügigkeit herrscht – also wo Studierende die Möglichkeit haben, Lehrveranstaltungen aus reinem Interesse zu besuchen -, darunter leiden würden. Gerade dort wo Neugier, wo innovatives Verhalten und wo etwas an wissenschaftlichem Bestreben zum Ausdruck kommt, was nicht an den Studienplan gebunden ist, würden sich die Studiengebühren negativ auswirken. Das alles würde systematisch beschränkt und eingegrenzt werden. Diese Regelung würde also noch mehr als bisher einem ganz konformen, nur auf Nützlichkeit und am Minimum orientierten Studium entsprechen und das widerspricht eigentlich dem, was wir unter Studienqualität verstehen wollen.
- alcie
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Re: Abschaffung (Änderung?) Studienbeitrag (Studiengebühren)
ist ja wenn man sich den ba plan anschaut ähnlich ... ich ärger mich eigentlich nur noch darüber...
wenn du dir anschaust, dass man im ba anstatt freier wahlfächer EC zu machen hat und diese nur begrenzt angeboten werden (und selbst dann oft ohne freie auswahl der lv und strikt ein paar einführungsdinger und vllt 1 freiwählbare vo) ... dann scheint das alles sowieso nur noch als absichtlich studien-erschwerende idee...
ich will gar nimma drüber nachdenken, sollt's wirklich so sein, muss ich halt die eine oder andre studienrichtung wieder 'abmelden'
was mich ärgert is mein doppelstudium vom lehramt, weil ich kann den 1. abschnitt im diplom nit einreichen, weil ich das erst machen 'darf' wenn ich das ganze lehramt fertig hab, weil das ganze studium anerkannt wird... (ist im 2. fach, nicht bei geschichte) ... nur wenn ich da den 1. abschnitt nit eingereicht hab, dann fehlt mir der ja quasi, womit ich 'nicht mehr in der zeit bin' obwohl ich eigentlich in mindestzeit bin... usw..also ein chaos sondergleichen...
wenn du dir anschaust, dass man im ba anstatt freier wahlfächer EC zu machen hat und diese nur begrenzt angeboten werden (und selbst dann oft ohne freie auswahl der lv und strikt ein paar einführungsdinger und vllt 1 freiwählbare vo) ... dann scheint das alles sowieso nur noch als absichtlich studien-erschwerende idee...
ich will gar nimma drüber nachdenken, sollt's wirklich so sein, muss ich halt die eine oder andre studienrichtung wieder 'abmelden'
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genug is wenn wir 10 cola-weiß vertragen und 11 getrunken haben
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- EALeuer
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Re: Abschaffung (Änderung?) Studienbeitrag (Studiengebühren)
natürlich ist das grundsätzlich bedauernswert.
wenn man aber bedenkt, daß ein student pro semester kosten in höhe von guten 20.000 € mit sich bringt (administration, lehrkörper, lehrmittel und so weiter), dann sieht das schon anders aus. wenn wir bildung umsonst ermöglichen wollen, kann dies nur in einem begrenzten rahmen stattfinden.
nichts desto trotz, kann jeder, jederzeit eine vorlesung der eigenen wahl besuchen, egal ob student oder nicht.
seminare oder andere prüfungsimanente veranstaltungen dienen doch primär der wissenschaftlichen ausbildung und forschung, als der eigentlichen bildung.
wer privat forschen möchte, kann dies ebenfalls tun, die meisten archive sind öffentlich zugänglich.
viel dringender scheint mir doch die frage ob die verschulung, die durch ba und ma studiengänge stattfindet nicht insbesondere im geisteswissenschaftlichen bereich äusserst desolat ist.
ein anderer faktor ist hingegen der, daß zahlreiche abgeschlossene ba-studenten tatsächlich in den beruf gehen werden. ihr ziel ist, einen abschluss zu ahben, um besser ins arbeitsleben zu starten. wenn man bedenkt wie die anforderungen für "normale" ausbildungen in den letzten jahren gestiegen sind (ohne matura keine ausbildung zum bankkfm. beispielsweise) ist das nur verständlich. somit werden für diejenigen, die tatsächlich wissenschaftlich arbeiten wollen und ihren master machen wesentlich mehr freiraum und möglichkeiten geschaffen werden.
uns wird egal welche argumente bleiben, nichts anderes zur wahl stehen, als die ergebnisse der umstellung zu betrachten.
dennoch bleibe ich dabei: nicht jeder muss studieren und studieren dürfen. aufnahmeprüfungen für ALLE fächer wären absolut angemessen und würden zahlreiche papier-studenten und damit immense kosten und benachteiligungen für alle studenten einsparen.
wenn man aber bedenkt, daß ein student pro semester kosten in höhe von guten 20.000 € mit sich bringt (administration, lehrkörper, lehrmittel und so weiter), dann sieht das schon anders aus. wenn wir bildung umsonst ermöglichen wollen, kann dies nur in einem begrenzten rahmen stattfinden.
nichts desto trotz, kann jeder, jederzeit eine vorlesung der eigenen wahl besuchen, egal ob student oder nicht.
seminare oder andere prüfungsimanente veranstaltungen dienen doch primär der wissenschaftlichen ausbildung und forschung, als der eigentlichen bildung.
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viel dringender scheint mir doch die frage ob die verschulung, die durch ba und ma studiengänge stattfindet nicht insbesondere im geisteswissenschaftlichen bereich äusserst desolat ist.
ein anderer faktor ist hingegen der, daß zahlreiche abgeschlossene ba-studenten tatsächlich in den beruf gehen werden. ihr ziel ist, einen abschluss zu ahben, um besser ins arbeitsleben zu starten. wenn man bedenkt wie die anforderungen für "normale" ausbildungen in den letzten jahren gestiegen sind (ohne matura keine ausbildung zum bankkfm. beispielsweise) ist das nur verständlich. somit werden für diejenigen, die tatsächlich wissenschaftlich arbeiten wollen und ihren master machen wesentlich mehr freiraum und möglichkeiten geschaffen werden.
uns wird egal welche argumente bleiben, nichts anderes zur wahl stehen, als die ergebnisse der umstellung zu betrachten.
dennoch bleibe ich dabei: nicht jeder muss studieren und studieren dürfen. aufnahmeprüfungen für ALLE fächer wären absolut angemessen und würden zahlreiche papier-studenten und damit immense kosten und benachteiligungen für alle studenten einsparen.
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- Historicus Magnus
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Re: Abschaffung (Änderung?) Studienbeitrag (Studiengebühren)
Aufnahmsprüfungen an den Universitäten für alle - das würde bedeuten, dass die Matura als Zugangsberechtigung zu den Universitäten ihren Sinn verloren hätte. Ob das so toll ist, bezweifle ich.EALeuer hat geschrieben:aufnahmeprüfungen für ALLE fächer wären absolut angemessen und würden zahlreiche papier-studenten und damit immense kosten und benachteiligungen für alle studenten einsparen.
Die Praxis der Aufnahmsprüfungen zeigt, dass sie nur scheinbar zu einer objektiven Auswahl führen. Das Ziel solcher Verfahren ist nämlich nicht die Feststellung des tatsächlichen Niveaus der "Prüflinge". Es geht vielmehr darum, mit möglichst geringem Aufwand eine vorgegebene Anzahl von Aufzunehmenden zu ermitteln. Alle anderen fallen durch den Rost. Und dieses System soll die Lage verbessern?
Vor allem: Aufnahmsprüfungen für alle würden nicht das Geringste an den zu Recht kritisierten Qualitätsmängeln bei den neuen Bachelorstudien ändern.
Die Universitäten sind nicht als Brutstätten für Gelehrte konzipiert. Ihre Misere behebt man nicht dadurch, dass man möglichst viele Menschen von ihnen fernhält, sondern dadurch, dass der Staat die universitäre Bildung als eine seiner vornehmsten Aufgaben betrachtet und mehr Geld zur Verfügung stellt. Welche Motive jemand hat, um zu studieren, braucht uns nicht zu interessieren, das ist allenfalls ein Thema für Meinungsforscher.EALeuer hat geschrieben:somit werden für diejenigen, die tatsächlich wissenschaftlich arbeiten wollen und ihren master machen wesentlich mehr freiraum und möglichkeiten geschaffen werden.
- speckulazius
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Re: Abschaffung (Änderung?) Studienbeitrag (Studiengebühren)
bin auch von dem Zweitstudium-Problem betroffen.
ich seh als Ausweg nur neben dem Studium eine Arbeitstätigkeit zumindest auf geringfügigem Niveau anzugeben - dann ist man ja wieder aus dem Schneider. Dafür dauert das Studium wieder länger - ein Teufelskreis.
Mfg,
Andi
ich seh als Ausweg nur neben dem Studium eine Arbeitstätigkeit zumindest auf geringfügigem Niveau anzugeben - dann ist man ja wieder aus dem Schneider. Dafür dauert das Studium wieder länger - ein Teufelskreis.

Mfg,
Andi
- catilina
- Ehemalige
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- Registriert: Sa 19.Jun 2004, 0:04
- Studienplan: Doktorat /PhD
Re: Abschaffung (Änderung?) Studienbeitrag (Studiengebühren)
Also vielleicht hat sich da seit ich fertig bin was geändert, aber kann man nicht Lehrveranstaltungen anderer Studienrichtungen auch besuchen, wenn man für diese nicht inskribiert ist? Ich denke schon. Man wird nur hinter die regulären Studierenden gereiht (was ja im Sinne des "Platz-Wegnehm-Problems" auch Sinn macht). Der einzige Grund den ich kannte war eben genau das zu vermeiden und deshalb eine Studienrichtung zu inskribieren um trotzdem in eine beliebte Lehrveranstaltung hineinzukommen.
Ich persönlich verstehe ja Menschen, die so versessen aufs Studieren sind sowieso nicht. Ich denke mir seit nun fast zwei Jahren jeden Tag wie froh ich bin, dass es vorbei ist
Ich persönlich verstehe ja Menschen, die so versessen aufs Studieren sind sowieso nicht. Ich denke mir seit nun fast zwei Jahren jeden Tag wie froh ich bin, dass es vorbei ist

"You can keep a dog; but it is the cat who keeps people, because cats find humans useful domestic animals." - George Mikes